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Abb.: Hans-Erich Fröhlich
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Liebe Leserin, lieber Leser,

die romantische Idee von der Einheit der Naturkräfte konnte vor 200 Jahren einen ersten Etappensieg verbuchen: 1820 bemerkte der dänische Naturforscher Hans Christian Ørstedt (1777–1851) während einer Vorlesung, dass ein elektrischer Stromfluss (getrieben von einer galvanischen Batterie) eine Magnetnadel ablenkt. Elektrische und magnetische Kraft sind zwei Seiten einer Medaille, des Elektromagnetismus! Nun ging es Schlag auf Schlag: Schon 1822 notierte Michael Faraday (1791–1867) in sein Tagebuch die Worte „verwandle Magnetismus in Elektrizität“.

Was elektrisch, was magnetisch, es hängt vom Betrachter ab. Bewegt er sich relativ zu einem Magnetfeld, beispielsweise durch's Erdmagnetfeld, bemerkt er ein elektrisches Feld und umgekehrt. Relativgeschwindigkeitsabhängige Effekte kennt die Newtonsche Mechanik nicht. Erst Einstein gelang es – indem er der Mechanik etwas Absolutes aufzwang: die Vakuumlichtgeschwindigkeit –, die unterschiedlichen physikalischen Welten, hier die Mechanik, dort die Elektrodynamik, miteinander zu versöhnen – wobei der Äther auf der Strecke blieb. Das magnetische Feld ist ein relativistischer Effekt: Es verdankt sich der Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit!

1864 fügte James Clerk Maxwell (1831–1879) auch mathematisch zusammen, was zusammen gehört. Die Maxwellschen Gleichungen kennen u. a. Wellenlösungen. Sie beschreiben die Ausbreitung von Licht. Maxwell war als Theoretiker auch Astronom. Ihn interessierte die Stabilität der Saturnringe. Er wurde damit zu einem Vordenker von Dichtewellen- und Akkretionsscheibentheorie.

1886 bewies der geniale Heinrich Hertz (1857–1894) die Wesensgleichheit von Radiowellen mit Lichtwellen. Es handelt sich bei den Hertz'schen Wellen auch um „Licht“, allerdings mit millionenfach größerer Wellenlänge! Nach dem Zweiten Weltkrieg haben diese Wellen viel dazu beigetragen, unsere einseitige, rein „optische“ Sicht auf das Universum zu überwinden.

Radio- und Röntgenastronomen sind dieser Tage in heller Aufregung – wegen der „FRB“! Falls Sie schon immer einmal wissen wollten, was sich dahinter verbirgt, lesen Sie weiter!

Ihr Hans-Erich Fröhlich

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