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Abb.: Hans-Erich Fröhlich
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Wir alle haben unsere Zeitmaschinen, nicht wahr? Diejenigen, die uns zurückbringen, sind Erinnerungen … und diejenigen, die uns voranbringen, sind Träume.

H. G. Wells (1866–1946)

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

am 6. November besteht NASA's „Parker Solar Probe“ ihren ersten Periheldurchgang. Sie nähert sich der Sonne auf 24,8 Millionen Kilometer. (Zum Vergleich: Merkurs minimaler Abstand zum Sonnenzentrum beträgt 46 Millionen Kilometer.) In den kommenden Jahren wird sich PSP auf weniger als zehn Sonnenradien an ihren Forschungsgegenstand heranpirschen. Das wird möglich durch die Venus. Deren gravitative Hilfestellung wird siebenmal in Anspruch genommen werden. Die Sonne anzufliegen ist energetisch aufwändig. Ohne der Venus Mithilfe müsste man ja fast die gesamte Umlaufgeschwindigkeit der Erde um die Sonne, etwa 30 km/s, mit eigener Kraft loswerden!

Der dritte Komet des Jahres 1618 zählt zu den „Großen“. Gesehen wurde er erstmals am 25. November 1618 – vor 400 Jahren. Da hatte C/1618 W1 seinen Periheldurchgang zwischen den Bahnen von Merkur und Venus bereits hinter sich. Zu den Beobachtern zählte auch Johannes Kepler (1571–1630), der gerade sein „drittes Gesetz“ gefunden hatte. Galileo Galilei (1564–1642) war zu der Zeit unpässlich. Man war damals abergläubisch, was Kometen anging, und im Nachhinein galt der „Große Komet“ von 1618 als Unheilsbote. Die Schrecken des 30-jährigen Krieges währten dann ja auch bis 1648. 1619 fand übrigens zu Ulm eine wissenschaftliche Konferenz statt. Beim Ulmer Kometenstreit ging es darum, ob Kometen übernatürliche Zeichen am Himmel – Zuchtruten Gottes – oder natürliche Erscheinungen seien. Unter den Angereisten war der junge René Descartes (1596–1650), Philosoph („cogito, ergo sum“), Mathematiker und Naturforscher.

Wir wenden uns zum Abschluss der Zeit-Serie wieder der Gravitationstheorie Albert Einsteins (1879–1955) zu, der allgemeinen Relativitätstheorie. Da die ART, wie die anderen fundamentalen Theorien der Physik, zeitsymmetrisch ist – das weiße Loch, aus dem stets nur etwas heraus fällt, steht, wie man seit 1916 weiß, gleichberechtigt neben dem schwarzen –, wundert es nicht, dass Zeitreisen in die Vergangenheit nicht von vornherein ausgeschlossen sind. Sollte man sie gar verbieten, wie Stephen Hawking (1942–2018) vorschlug?

Falls Sie an Zeit-Fragen interessiert sind (ohne auf Antworten erpicht zu sein), könnten die folgenden Blätter etwas für Sie sein. Spaß bei der Lektüre wünscht

Hans-Erich Fröhlich

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