[Seite bearbeiten oder erstellen]

Abb.: Hans-Erich Fröhlich
Aktuelle Ausgabe
PDF-Datei (0.09 MB)
Sie haben Fragen?
fragen@kosmos-bote.de

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

auch wenn wir, wie im Mai-Newsletter dargelegt, über eine exzellente Lichttheorie (QED) verfügen, was Licht ist, bleibt dem Menschenverstand ein Rätsel. Vor 200 Jahren schien der „Kampf ums Licht“ entschieden zu sein. Dank eines 30-jährigen Ingenieurs für Straßen- und Brückenbau, der sich nebenberuflich für Licht und Wärme interessierte, trat 1818 die Wellen -Theorie des Lichts ihren, wie man glaubte, unaufhaltsamen Siegeszug an – bis Albert Einstein (1879–1955) 1905 bewies, dass Licht eine korpuskulare Note hat. Nur so sei der lichtelektrische Effekt (Photoeffekt) zu verstehen. Für dessen Erklärung erhielt Einstein 1921 den Physiknobelpreis (und nicht für die Relativitätstheorie, wie man glauben könnte). Sir Isaac Newton (1643–1727) behielt letztendlich mit seiner Teilchen -Vorstellung recht, aber anders als gedacht.

Vor 40 Jahren, am 22. Juni 1978, wurde der Plutomond Charon, alias 134340 Pluto I, von dem „Marine-Astronomen“ James Walter Christy (geb. 1938) auf fotografischen Aufnahmen des Pluto mit einem astrometrischen 1,5-m-Teleskop als periodisch auftauchende leichte „Ausbuchtung“ des Schwärzungsscheibchens entdeckt. Mit hoch-auflösenden Teleskopen, wie dem Hubble-Weltraumteleskop, ist es möglich, beide als getrennte Lichtkleckse wahrzunehmen. Das Interessante: Charon, der Mond, ist kaum kleiner als Pluto selbst! Das ist einmalig im Sonnensystem. Bisher hatte sich die Erde den mit einem Masseverhältnis von 1 : 81 relativ größten Mond geleistet. Beim Pluto-Charon-System erhöht sich das Verhältnis auf 1 : 8, weshalb Astronomen gerne von einem Doppel(zwerg)planeten sprechen! Der Schwerpunkt des Pluto-Charon-Systems befindet sich außerhalb des Pluto, was für einen bemondeten Planeten außergewöhnlich ist. Ende der 80er Jahre kam es zu einer Serie gegenseitiger Bedeckungen von Pluto und Charon, die sich im Gesamtlicht bemerkbar machten und der wir genaue Durchmesserangaben verdanken. Charon ist danach halb so groß wie Pluto. Durch den Flug von New Horizons durch das Pluto-System vor drei Jahren sind diverse Oberflächendetails dieser Eiswelten ans Licht gekommen, die von einer erstaunlichen Wandelbarkeit künden. Es gibt sogar Wind und Wetter! Als Treiber werden vermutet: innere Wärme und ausgeprägte Jahreszeiten (bei einer Rotationsachse, die fast in der Bahnebene liegt). Hinzu kommt der variable Abstand zur Sonne. Pluto war von 1979 bis 1999 der Sonne näher als Neptun. Das wirkt sich auf die Verdunstung aus.

Falls Sie unbedingt wissen möchten, was ein Poisson-Fleck ist, lesen Sie einfach weiter! Spaß bei der Lektüre wünscht, wie immer,

Hans-Erich Fröhlich

weiterlesen …

Ausgaben

2002


2003


2004


2005


2006


SeptemberOktoberNovemberDezember

2007


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2008


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2009


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2010


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2011


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2012


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2013


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2014


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2015


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2016


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2017


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2018


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuni
Komplettausgabe inkl. Index
Version vom 3.6.2018
PDF-Datei (2.02 MB)

Newsletter

Ja, ich möchte per E-Mail über neue Ausgaben des Kosmos-Boten informiert werden! Bereits 107 Astronomie-Begeisterte nutzen diesen Service!