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Sehr verehrte Damen und Herren,

Im September 1996 wurde der Neptunentdeckung vor 150 Jahren an der Berliner Sternwarte gedacht. Das Institut, von dem ich komme, das Astrophysikalische Institut Potsdam, versteht sich als Nachfolgeeinrichtung der Berliner Sternwarte. Wurde diese doch zu Beginn des vorigen Jahrhunderts in den Schloßpark von Babelsberg verlegt.
Anfang 1997 verstarb, 90jährig, in seinem Heim in New Mexico Clyde Tombaugh, der Mann, der 1930 Pluto fand.
1992 wurden die ersten Kleinkörper jenseits des Neptun aufgespürt.
1997 verfolgen wir den Abgesang des spektakulären Kometen Hale-Bopp am Abendhimmel. Bei einer Umlaufzeit von 2½ Tausend Jahren dringt er tief in die Außenbezirke des Sonnensystems vor, d.h. unseres Sonnensystems. Man muß ja heute, wo viel von extrasolaren Planeten die Rede ist, genauer sein als früher bei diesen Dingen.

Sie sehen: So viel Anlaß war noch nie, den «Rand» unseres Sonnensystems einmal unter die Lupe zu nehmen, zumal dieses Thema in der Vergangenheit kaum ins öffentliche Bewußsein gedrungen ist.

Was ich Ihnen biete ist ein Mix aus Historischem und Aktuellem. Beginnen wir mit der Auffindung von Neptun. Da es unweit von hier geschah, gestatte ich mir eine gewisse Ausfürlichkeit.

Kuiperiana

Pluto hat am 4. September 1989 den sonnennächsten Punkt seiner Ellipsenbahn durchlaufen. Bis zum Februar 1999 war er der Sonne näher als Neptun. 2114 wird er den sonnenfernsten Punkt seiner Bahn erreichen. Formal ist Pluto derzeit der äußerste Planet des Sonnensystems.

Pluto

Atlanten des Sonnensystems verzeichnen jenseits des Neptun noch einen weiteren Wandelstern: Pluto. Auch seine Entdeckungsgeschichte ist nicht ohne Reiz. Wie war das also mit Pluto? Nun, die Himmelsmechanik hatte den Neptun finden helfen.

Planet Neptun

Allgemeines Atmosphärisches Aufbau Ringe Triton 3.1. Allgemeines Die schönsten Neptunansichten sind immer noch diejenigen, die im Herbst '89 Voyager 2, etwas unbemerkt von der Öffentlichkeit, beim Vorbeiflug aufgezeichnet hatte.

Neptunenteckung

Schuld an allem war Uranus. Der bewegte sich nicht so, wie man es von ihm erwartete, weshalb angenommen wurde, es müsse jenseits des Uranus noch einen weiteren Planeten geben. Zwei Mathematiker machten sich nun daran, den Ort des Störenfrieds zu berechnen.