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Vielleicht finden Sie die Frage nach der Herkunft von Sternen und Planeten müßig. Waren die nicht schon immer da? Nun, Sterne sehen wir, weil sie leuchten. Licht und Wärme verflüchtigen sich im kalten Weltenraum. Sie müssen sich zwangsläufig entwickeln, um den ständigen Energieverlust wettzumachen, sie sterben sogar, ist ihr Vorrat an thermonuklearer Energie aufgebraucht. Warum kriegen wir davon so wenig mit? Schuld daran sind die astronomischen Zeiträume. Unsere Sonne beispielsweise feiert derzeit Halbzeit. Sie ist aber bereits 4,5 Milliarden Jahre alt. Da Sterne nicht von Dauer sind, müssen sie, einst entstanden sein. Ja, vielleicht entstehen sogar vor unseren Augen, heute noch, Sterne. Wir werden hören, dass dies in der Tat der Fall ist. Zusehen, wie ein Stern entsteht, können wir nicht. Die Sternentstehung ist zwar ein schneller Vorgang, der denkbar schnellste überhaupt — Sterne entstehen im freien Fall! — trotzdem zieht sich das ganze über einige 100000 Jahre hin, über Tausende von Astronomengenerationen. Auch schnell ist relativ. Es ist wie in «Dornröschen». Die Zeit wie eingefroren. Nur aus des Kochs Geste, die erhobene Hand, erschließt sich die Handlung: die Züchtigung des Küchenjungen. Erst wenn sich das Gesehene zusammen mit anderen Fakten zwanglos in eine Theorie einfügt, entsteht Wirklichkeit.

Scheiben, Jets und Planeten

Jetzt gönnen wir uns aber die Zeit für ein paar theoretische Überlegungen. Warum kollabiert eine Molekülwolke oder mindestens ein Teil einer solchen? Die Wolken, die wir sehen, leben bereits lange, Dutzende von Millionen Jahren. Offenbar sind sie im Gleichgewicht.

Des Kosmos dunkle Seite - vom Nutzen der IR- und Radioastronomie

Hat es einem die Sternentstehung angetan, muss man sich der dunklen Seite des Kosmos zuwenden, kalten Wolken molekularen Gases, vermischt mit etwas Staub. Wir betreten den Tummelplatz der Infrarot- und Radioastronomen. Bevor nicht ein Stern in einer solchen Dunkelwolke aufflammt, sieht ein herkömmlicher Astronom buchstäblich nichts.

Blick in eine Sternenkrippe

Massereiche Sterne leben nur kurz. Schauen wir also die Gebiete im Kosmos an, wo massereiche Sterne vorkommen. Vielleicht erfahren wir etwas über die Vorgänge, die sich dort vor ein, zwei Millionen Jahren zugetragen haben. Beispielsweise im Orionnebel.

Was ist ein Stern oder warum Sterne nicht von Dauer sind?

Werfen wir einen Blick in die Sonne, wortwörtlich.