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Magnetisches und elektrisches Feld sind zwei Seiten einer Medaille: des elektromagnetischen Feldes. Dass sie zusammengehören, merkt man allerdings erst, ändert sich das Feld. (Ihre Beschreibung durch die Mawellschen Gleichungen war, um 1870, die erste ge­lungene Vereinigung zweier scheinbar grund­ver­schie­de­ner Kräfte, wenn man von der für unser Welt­ver­ständ­nis wichtigen Gleichsetzung von himm­lischer und irdischer Physik Ende des 17. Jh. absieht.) Das elek­tro­ma­gne­tische Feld übt auf eine elektrische Ladung eine Kraft aus. Den Anteil der Kraft, der von der Geschwindigkeit der Ladung herrührt, die sog. Lorentzkraft, schreibt man dem Magnetfeld zu, den anderen, die Coulombkraft, dem elektrischen Feld. Die magnetische Kraft wirkt in eine Richtung, die sowohl senkrecht zur Bewegungs- wie auch Feldrichtung steht. Die Bewegung unter der Wirkung eines Magnetfelds erfordert daher keinen Arbeitsaufwand, sie erfolgt ja nicht "gegen" das Feld. Die Geschwindigkeit versteht sich relativ zur Lichtgeschwindigkeit. Würde Licht sich instantan ausbreiten, also unendlich schnell, gäbe es kein magnetisches Feld! Das Magnetfeld ist sogesehen das jedermann zugängliche Tor zur relativistischen Welt. Diese ist gar nicht so weit weg, wie wir meinen.

Während gravitative, elektrische und magnetische Kräfte sehr schnell mit zunehmendem Abstand vom Verursacher (gravitative bzw. elektrische Ladung) schwächer werden, erlaubt das Wechselspiel von elektrischem und magnetischem Feld das Ausbreiten elektromagnetischer Wellen (Licht), deren Feldstärken sich lediglich umgekehrt zur Entfernung verringert. Diesem Umstand verdanken wir die Astronomie! Die Intensität des Lichtes (das Quadrat der Feldstärke) fällt deshalb "nur" umgekehrt proportional zum Quadrat der Entfernung. Fiele es mit der vierten Potenz, hätten wir keinerlei "Fernsicht". Hinzu kommt, das sich Licht, anders als Schall, selbst im leeren Raum zwischen den Sternen ausbreitet. Es bedarf keines materiellen Trägers, keines "Äthers". Oder anders ausgedrückt: Das Vakuum, eine diffizile quantenphysikalische An­ge­le­gen­heit, ist der Träger.

28.11.2003