„Ich aber wußte, daß es nur eine Wissenschaft von den Dingen gibt, die sich wiederholen.”
Antoine de Saint Exupéry

Erfährt jemand immer wieder, dass unter vergleichbaren Umständen Gleiches geschieht (und sei es auch nur im statistischen Mittel), ist er sich irgendwann gewiss, dass es so sein muss. Die Erfahrung verdichtet sich zu einer Regel, einem Gesetz, was Vorhersage erlaubt.
Seltene oder gar einmalige Ereignissen, ja gerade die Sternstunden der kosmischen Entwicklung (Urknall, Herkunft des irdischen Lebens, des menschlichen Verstandes, …) werfen, weil sie für uns wichtig sind, ein prinzipielles Problem auf: Was daran war Zufall, was Notwendigkeit? Der erste Exoplanet, der gefunden wurde, 51 Pegasi, hat 250 Jahre Grübeln darüber, was am Planetensystem typisch ist, Makulatur werden lassen! Wir kannten nur ein einziges …

Das Zufällige und Ungefähre kommt und geht, das Wesentliche bleibt. Wiederholung ist das Mittel, zwischen beiden zu unterscheiden. Mit dem Zufall, der Unsicherheit, muss man leben. Andererseits, lebt nicht das Leben vom Zufall? Zufall ist auch Tor zu neuen Möglichkeiten. Er gibt Gegenwart Gelegenheit, schöpferisch zu sein, sofern die Auswahl (Selektion), die Bewertung des zufällig Erreichten, nachfolgt.

geändert: 17.08.2016