Ferne, d. h. hochrotverschobene Supernovae erweisen sich als lichtschwächer als erwartet. Gedeutet wird dies nicht als eine staubbedingte Lichtschwächung, vielmehr als ein Hinweis auf eine abstoßende Kraft im Universum. Die Idee ist simpel. Laut Einsteins E = m·c² sind Masse und Energie einander äquivalent. Energiedichte, also Druck beispielsweise, hat Masse und erzeugt gravitative Anziehung. (Weshalb es keine beliebig schweren Neutronensterne geben kann. Der Druck, der benötigt wird, einen solchen Stern gegen die Schwerkraft zu unterstützen, wirkt letztlich selber anziehend!) Negativer Druck, also Zugspannung, erzeugt demnach Abstoßung. Neben dem Quantenvakuum mag es noch den einen oder anderen Stoff geben, Quintessenz (fünftes Element) genannt, der nur aus Spannung besteht. Aus der beobachtbaren Geschichte der kosmologischen Expansion sollte sich der Verursacher der kosmologischen Repulsivkraft ermitteln lassen.
Zur Zeit sind eschatologische Spekulationen über des Universums fernstes Schicksal unergiebig: Alles scheint möglich.

15.05.2003