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Astronomie mit Hans-Erich Fröhlich
Abb.: Hans-Erich Fröhlich

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Polarisation

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Eine elektromagnetische Welle (z.B. Licht) ist ein Schwingungs­phänomen, das sich wie eine Schallwelle durch den Raum fortpflanzt. Anders als eine Schallwelle, eine sich ausbreitende Druckschwankung, die eines materiellen Trägers (Luft) bedarf, funktioniert Licht auch im Vakuum. Bei einer elektromagnetischen Welle wandelt sich ständig elektrische Feldenergie in magne­tische um und umgekehrt. Elektrisches und magne­tisches Wechselfeld stehen senkrecht auf­ein­ander, und beide wiederum schwingen senkrecht zur Ausbreitungs­richtung der Welle. Durch die Richtung des elektrischen Felds und die Ausbrei­tungs­richtung wird die sog. Schwingungsebene ausgezeichnet. Die Ebene senk­recht dazu, durch Ausbreitungs­richtung und magnetischen Feldvektor aufgespannt, heißt Polarisations­ebene. Eine elektromagnetische Elementarwelle ist immer polari­siert.
Elektromagnetische Wellen gehen von schwingenden Ladungen (Elektronen) aus. Bei natürlichem Licht (im Ggs. zum Laser) sind die Polarisationsebenen zufällig verteilt, das Wellengemisch ist infolgedessen unpolari­siert. Damit Strahlung polarisiert wird, muss es eine Vorzugsrichtung im Raum geben, z.B. in einem Kristall, durch eine magnetisches Feld oder einfach durch Streuung bzw. Spiegelung.

18.07.2003


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