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Astronomie mit Hans-Erich Fröhlich
Abb.: Hans-Erich Fröhlich

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Entartung

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Gasentartung ist eine quantenphysikalische Erscheinung, die bei hoher Dichte und niedriger Temperatur beobachtet wird. Ohne Entartung gäbe es weder weiße Zwerge (Elektronenentartung) noch Neutronensterne (Nukleonenentartung). Die Tatsache, dass die Quantenphysik, d.h. das Plancksche Wirkungsquantum h, gewisse Himmelskörper überhaupt erst ermöglicht, ist an sich bemerkenswert. Normalerweise ordnet man sie der Welt des außerordentlich Kleinen zu, dem atomaren und subatomaren Bereich. Den physikalischen Hintergrund mache man sich anhand der Heisenbergschen Unschärferelation plausibel: Wird der Bewegungsspielraum eines Elektrons (in einem schrumpfenden Kasten beispielsweise) immer mehr eingeschränkt und damit sein Ort immer enger eingegrenzt, wächst die Impulsunschärfe und damit die Gewalt, mit der das Teilchen gegen seine Gefängniswände anrennt. Hinzu kommt das Pauli-Verbot: Es besagt, dass sich maximal zwei Elektronen (allgemeiner Fermionen) mit unterschiedlichem Eigendrehimpuls (Spin) im gleichen Energiezustand befinden dürfen. Wenn (im Ggs. zu Bosonen) nicht alle Teilchen den niedrigsten Zustand einnehmen dürfen, müssen zwangsläufig höherenergetische Zustände besetzt sein. Je enger die Teilchen im Ortsraum zusammengepresst werden, um so höher ist die sog. Fermi-Energie und damit der Entartungsdruck.
Die Dichte im Innern eines weißen Zwergs wird in Tonnen pro Kubikzentimeter angegeben, die im Innern von Neutronensternen kommt an die Dichte von Atomkernen (Milliarden Tonnen pro Kubikzentimeter) heran.
Mit zunehmendem Entartungsdruck nähern sich die Teilchengeschwindigkeiten der Lichtgeschwindigkeit, und man spricht von relativistischer Entartung.

Fortsetzung: Chandrasekarsche Grenzmasse


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