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Astronomie mit Hans-Erich Fröhlich
Abb.: Hans-Erich Fröhlich

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Chandrasekharsche Grenzmasse

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Der Entartungsdruck ermöglicht es einem ausgebrannten Stern selbst dann zu existieren, verschwindet der thermische Druck. Entartete Gaskugeln gibt's sogar am absoluten Nullpunkt! Voraussetzung allerdings ist, dass die Masse eine Obergrenze nicht überschreitet. Diese Chandrasekharsche Grenzmasse ist die Masse eines vollständig relativistisch entarteten Sterns. In diesem Fall gibt es keinen stabilen Zustand niedrigster Gesamtenergie mehr. Die Folge: Kein weißer Zwerg kann schwerer als 1,4 Sonnenmassen sein (sofern er nicht aus Wasserstoff besteht). Für Neutronensterne, die vom Entartungsdruck der Nukleonen getragen werden, liegt diese Maximalmasse bei zwei, drei Sonnenmassen.
Hinzu kommt, dass schließlich der Druck selbst — physikalisch gesehen eine Energiedichte, die ja nach Einsteins berühmter Gleichung einer Massedichte entspricht — zu einer Quelle des Schwerefelds wird. Anstatt gegen die Schwerkraft anzukämpfen, verstärkt er noch deren Wirkung! Übersteigt die Masse eines Himmelskörpers nach dem Erlöschen des nuklearen Feuers die Grenzmasse, gibt es kein Halten mehr. Nichts in der Welt vermag den Schwerkraftkollaps zu einem schwarzen Loch abzuwenden, nicht einmal die Quantenphysik.


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