Der Entartungsdruck ermöglicht es einem ausgebrannten
Stern selbst dann zu existieren, verschwindet der thermische Druck.
Entartete Gaskugeln gibt's sogar am absoluten Nullpunkt!
Voraussetzung allerdings ist, dass die Masse eine
Obergrenze nicht überschreitet. Diese Chandrasekharsche
Grenzmasse ist die Masse eines vollständig relativistisch
entarteten Sterns. In diesem Fall gibt es keinen stabilen Zustand
niedrigster Gesamtenergie mehr. Die Folge: Kein weißer Zwerg kann
schwerer als 1,4 Sonnenmassen sein
(sofern er nicht aus Wasserstoff besteht). Für Neutronensterne,
die vom Entartungsdruck der Nukleonen getragen werden, liegt diese
Maximalmasse bei zwei, drei Sonnenmassen.
Hinzu kommt, dass schließlich der Druck selbst physikalisch gesehen eine
Energiedichte, die ja nach Einsteins berühmter Gleichung einer
Massedichte entspricht zu einer Quelle des
Schwerefelds wird. Anstatt gegen die Schwerkraft anzukämpfen,
verstärkt er noch deren Wirkung! Übersteigt die Masse eines
Himmelskörpers nach dem Erlöschen des nuklearen Feuers die Grenzmasse,
gibt es
kein Halten mehr. Nichts in der Welt vermag den Schwerkraftkollaps
zu einem schwarzen Loch
abzuwenden, nicht einmal die Quantenphysik.