[Seite bearbeiten oder erstellen]

Abb.: Hans-Erich Fröhlich
Aktuelle Ausgabe
PDF-Datei (0.13 MB)
Sie haben Fragen?
fragen@kosmos-bote.de

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor 20 Jahren gab's unter astronomisch Interessierten nur ein Gesprächsthema: Hale-Bopp. Der Große Komet von 1997 war 1 ½ Jahre lang mit bloßem Auge sichtbar. Am 1. April näherte er sich der Sonne auf 0,914 AE. Der Schwung schleuderte ihn zurück in die Außenbezirke des Sonnensystems. Um 4385 wird er wieder im inneren Bezirk erwartet. Save the date! Ein Jahr zuvor war ein anderer Neuankömmling, Hyakutake oder der Große Komet von 1996, in aller Munde gewesen. Bis zu dessen Wiederkehr dürfte Hale-Bopp zwei Dutzend Male hier vorbeigeschaut haben.

Heutzutage sind es die Exoplaneten, Planeten um benachbarte Sterne, die für Schlagzeilen sorgen. Deren Anzahl geht inzwischen in die Tausende. Bei aller Euphorie sollte man eines nicht übersehen: Wirklich gesehen, als schwache Lichtpünktchen, hat man bisher nur eine Handvoll! Da wären jeweils ein Riesenplanet in den jungen Staubscheiben von Formalhaut und β Pictoris sowie ein Planetensystem, bestehend aus vier jupiterartigen Planeten, um den Pegasus-Stern HR 8799. Alle diese Lichtpünktchen sind weit vom Mutterstern entfernt, was nicht wundert, und haben Umlaufzeiten von Jahrzehnten und Jahrhunderten. Damit sie nicht im Licht des Muttersterns „ertrinken“, wird in einem Koronografen künstlich eine Sternfinsternis erzeugt, d. h. die störende Lichtquelle ausgeblendet. Alle anderen Fälle, insbesondere diejenigen, die es in die Nachrichten bringen – erdgroße Planeten in der habitablen Zone –, sind samt und sonders Indizienbeweise. Eine gewisse Skepsis scheint also angebracht. Nicht alle „Entdeckungen“ dürften die Zeiten überdauern. Am überzeugendsten sind immer noch periodische Verfinsterungen von Sternen beim Duchgang von Exoplaneten vor der Sternenscheibe. Das müssen in Ermangelung einer plausiblen Alternativhypothese wohl Planeten sein. Gesehen hat diese dunklen Silhouetten vor hellem Hintergrund noch niemand! Was uns das Fernsehen an Bildern auftischt, sind Computersimulationen oder künstlerische Darstellungen, mehr nicht. Worauf es ankäme, wären Fotos von wirklichen „Erden“, die Kontinente und Ozeane zeigen, Wolken, jahreszeitliche Veränderungen, die auf Vegetation hinweisen, …

Der Frage, ob dies eines Tages möglich sein wird, sei hier nachgegangen.

Eine erbauliche Lektüre wünscht

Hans-Erich Fröhlich

weiterlesen …

Ausgaben

2002


2003


2004


2005


2006


SeptemberOktoberNovemberDezember

2007


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2008


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2009


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2010


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2011


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2012


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2013


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2014


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2015


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2016


JanuarFebruarMaerzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

2017


JanuarFebruarMaerzApril
Komplettausgabe inkl. Index
Version vom 5.4.2017
PDF-Datei (1.75 MB)

Newsletter

Ja, ich möchte per E-Mail über neue Ausgaben des Kosmos-Boten informiert werden! Bereits 453 Astronomie-Begeisterte nutzen diesen Service!